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23. März 2014

Rezension - Der Pferdeflüsterer



Titel: Der Pferdeflüsterer
Autor: Nicholas Evans
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Verlag: BertelsmannVerlag [1995]
Seitenanzahl: 410 Seiten
Preis: Diese Ausgabe ist nicht mehr im Handel
ISBN: ---
Reihe: ---


 


Inhalt 
Dies ist die Geschichte eines jungen Mädchens: Grace liebt ihr Pferd über alles und kann ihm doch nicht mehr helfen.
 
Dies ist die Geschichte einer unglücklichen Mutter: Annie Graves sucht verzweifelt Hilfe für ihre Tochter und wagt eine weite Reise.
 
Dies ist die Geschichte eines ungewöhnlichen Mannes: Tom Booker hat ein magisches Gespür für Tiere und Menschen.
Er ist der Pferdeflüsterer.


Meinung
Das Cover finde ich ganz okey, obwohl ich es nicht so toll finde, wenn Gesichter, Menschen oder Tiere darauf sind. Aber ich habe während dem lesen sowieso den Umschlag abgemacht, damit er nicht kaputt geht. Von daher hat es mich nicht weiter gestört.
Der Einstieg in das Buch ist mir nicht so gut gelungen, wie ich gehofft habe, denn am Anfang des ersten Kapitels sind Naturbeschreibungen zu finden, die meine Neugier nicht geweckt haben. Sowieso beginnt jedes Kapitel mit einer Naturbeschreibung oder einem Rückblick in die Vergangenheit. Das hat mir nicht so gut gefallen. Aber schon kurz darauf hat Grace einen tragischen Unfall mit ihrem Pferd und ab diesem Moment beginnt das Buch einen zu fesseln. Besonders die ausführlichen Beschreibungen der Ereignisse haben mir besonders gut gefallen. Man wird direkt mit den Ereignissen konfrontiert und trotz den ausführlichen Beschreibungen wird einem genug Platz für die eigene Fantasie gelassen.
Man kann sich aber trotzdem immer in die jeweilige Lage versetzten und Nicholas Evans schafft eine außergewöhnliche und sehr emotionale Stimmung, egal ob sich gerade dramatische oder romantische Szenen abspielen. Was mir auch außerordentlich gut gefallen hat war der Inhalt. Man merkt erst ziemlich spät, dass der Unfall nur eine Hinführung zu einer Liebesgeschichte ist. Ich persönlich finde Liebesstorys kitschig, aber sie hat zu dem Buch wunderbar gepasst und sie selbst war ebenfalls wundervoll.
Außerdem ist das Buch gut strukturiert, denn das Buch hat 5 Teile, welche jeweils noch mehrere kapitel haben. Die Teile sind gut in die Handlung eingeordnet und jeder Teil hat sein eigenes Thema, welches nicht vorgegeben ist, aber man findet es sehr schnell raus. Beispielsweise der Unfall, die Reise oder die Rückkehr.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass nicht jedes gute Buch ein Happy-End haben muss. Dieser Punkt ist aber eher Ansichtssache, denn es kommt immer darauf an, welche Charaktere einem gut gefallen. Aber man wird durch die Handlung eigentlich dazu gezwungen (nicht schlecht gemeint) Tom, den Pferdeflüsterer zu mögen und das Ende deshalb traurig zu finden.
Was ich am Ende nicht so gut fande, war das seltsame Verhalten von Grace's Vater, denn ihre Eltern bekommen am Ende ein Kind und ihr Vater will nicht wissen ob es von ihm oder von Tom ist. Außerdem scheint es so, also ob er es nicht schlimm fande, dass seine frau ihn betrogen hat und ihn sogar wegen Tom verlassen wollte. Auch das Verhalten von Grace ist vollkommen normal, obwohl sie sich davor fürchterlich darüber aufgeregt hat, dass ihre Mutter ihren Vater betrogen hat und wollte sich sogar umbringen. Durch diesen schnellen Wechsel bekommt man das Gefühl, dass der Autor das Buch nur schnell beenden wollte.



 
,,Seit jenem Augenblick, als dem ersten Pferd ein Halfter angelegt wurde, gab es unter den Menschen einige wenige, die in die Seele der Tiere schauen konnten. Oft hielt man sie für Zauberer, vielleicht waren sie das auch. Und da sie Geheimnisvolles leise in gespitze Ohren flüsterten, nannte man sie sie Pferdeflüsterer."

Fazit
 
Das Buch ist Top. Vor allem die Charaktere sind toll und die Handlung und man spürt richtig die Leidenschaft, die der Autor beim schreiben gehabt haben muss. Ich hoffe, ich habe nicht zu viel gespoilert, für alle die das Buch noch lesen wollen.

 
 
4/5



 
Film



Der Film ist eine großartige Verfilmung, auch wenn sie mit dem Buch nicht mithalten kann. Aber ich glaube es ist extrem schwer dieses Buch zu verfilmen, weil kein Film solche Emotionen wie das Buch ausdrücken und hervorrufen kann. Was dem Film aber gelungen ist und vermutlich auch schwer umsetztbar ist, sind die verschiedenen Handlungen, die zu einem komletten Bild zusammengesetzt werden. Und obwohl manche Teile aus dem Buch leicht abgeändert wurden ist es eine der besten Buchverfilmungen die ich gesehen habe.
 
Der Trailer ist leider auf Englisch, weil es von dem deutschen Film nur Ausschnitte gibt.


 
 
 
Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben, obwohl manche Szenen eigentlich nicht für dieses Alter geeignet sind.


 


Kommentare:

  1. Den Film habe ich noch nicht geguckt und auch das Buch nicht gelesen. Aber eine tolle Rezi :) Liebst, Emme ♥

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  2. Hey Emme :) danke für den Kommi ♥ also das Buch ist zwar schon älter aber es ist trotzdem echt super :)

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  3. Dein Bewertungsbild ist ja mal total süß. Sehr kreativ und anders... gefällt mir :D

    Liebe Grüße
    http://schneefloeckchen.blogspot.de/

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    1. Dankeschön;) ich hab am anfang echt lang überlegt aber mich dann doch dafür entschieden ;)

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