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9. Oktober 2014

Rezension - Bis zum letzten Tropfen


Titel: Bis zum letzten Tropfen
Autor: Mindy McGinnis
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Verlag: Heyne fliegt [August 2014]
Seitenanzahl: 320 Seiten
Preis: 14,99€ (DE)  *klick*
ISBN: 978-3453268975
Reihe: ---
 

Inhalt 
Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten.

 


Meinung
Es gibt viele Bücher über die Wasserknappheit in anderen Ländern. Auch dieses Buch gehört dazu, allerdings ist es vom Aufbau her anders als die meisten anderen dieser Art Bücher und auch der Schreibstil passt sich daran an, was das Buch etwas gewöhnungsbedürftig macht. Aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen.
Der Inhalt des Buches wird nicht so heftig wie in vielen anderen Büchern dieser Art dargestellt. Das erkennt man auch schon am Cover, das eigentlich eine sehr harmonische und ruhige Wirkung hat. Daher passt das Cover, so wie auch der Titel wunderbar zum Inhalt.
Die Idee des Buches gefällt mir auch sehr gut und auch wie dieses Problem mit einer Geschichte verknüpft wurde. Allerdings hat mir die Umsetzung an vielen Stellen leider nicht gefallen, weil an manchen Stellen dann nichts passiert ist und der Inhalt etwas zäh war. Das war vor allem wenn Lynn, die Protagonistin alleine war. Man hat ihre Einsamkeit gespürt und konnte sich an solchen Stellen gut in sie hineinversetzen, was sonst eher schwierig war. Das Zähe löst sich aber, als immer mehr neue Menschen in Lynn's Leben treten. Dadurch wird die ganze Stimmung etwas aufgelockert und die Geschichte wird bunter und fröhlicher.
Allerdings gibt es auch Dinge, die mir leider nicht so gut gefallen haben, da meine Ansprüche das Buch schon allein wegen der Optik sehr hoch waren. Was mich wirklich oft gestört ist, wenn Lynn in irgendein Problem gerät, wie z.B. einen Angriff. Man erfährt dann zwar, dass sie angegriffen wird, aber nicht was während diesem Angriff passiert. Das heißt man macht da einen kleinen Zeitsprung und man erfährt sofort nachdem man weiß was los ist wie es ausgegangen ist. Dadurch hat die Autorin dem Buch an vielen Stellen die Spannung genommen. Auch die Charaktere konnten mich zeitweise nicht ganz überzeugen, vor allem was ihre Entwicklung betrifft.
Lynn wurde von ihre Mutter knallhart erzogen, d.h. sie hat gelernt jeden abzuknallen der sich ihrer Wasserlache auch nur auf Sichtweite nähert. Und als sie ihren ,,Nachbarn" näher kennenlernt wird sie plötzlich von jetzt auf nacher total führsorglich und sensibel. Ich habe da leider keine Entwicklung von Lynn gesehen.




Fazit
Die Autorin verschwendet ihr Potenzial in diesem Buch ein wenig. Man hätte die Handlung leicht etwas lebhafter gestalten können. Außerdem stellt man sich beim lesen des Klappentextes etwas vollkommen anderes vor. D.h. wenn das Buch mehr gewesen wäre, wie der Klappentext vermuten lässt, dann wäre das Buch vermutlich um einiges spannender geworden.
 
 
  

 
3/5
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Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nicht so gut gefallen hat, es hörte sich echt toll an.
    Aber schöne Rezi :)
    Liebe Grüße,
    Jana

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  2. Ich fand auch das es toll klingt...aber vllt gefällts dir ja besser ;)

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