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26. April 2015

Rezension - Heldentage




Titel: Heldentage
Autor: Sabine Raml
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Verlag: Heyne fliegt [März 2015]
Seitenanzahl:  304 Seiten
Preis: 14,99 (DE) *klick*
Reihe: ---
 


Inhalt 
Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen




Meinung
Wenn man das Cover in den Händen hält ist es wie in einem Traum, denn das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet. Vor allem gefällt mir der Farbberlauf sehr gut und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Farben. Auch, das das Mädchen im Vordergrund, welches die Protagonistin Lea darstellt nur wie eine Art Schatten zu sehen ist passt sehr gut, da es einmal eine bessere Wirkung mit den Farben erzielt, aber auch wirklich das Leben der Protagonistin beschreibt, nämlich dass Lea wie eine Art Schatten ihr Leben lebt und sie für manche total unscheinbar ist.
Der Titel war leider nicht nach meinem Geschmack. Mir hat hier der Bezug zur Geschichte gefehlt. Natürlich werden Helden in dem Buch immer mal wieder kurz aufgegriffen, aber es geht vor allem unterschwellig um Helden, d.h sie werden nicht direkt angesprochen aber man soll trotzdem das Gefühl davon vermittelt bekommen. Leider ist diese unterschwellige Botschaft nicht so klar herausgestochen und auch direkt wurde das Thema zu wenig angesprochen um den Titel deshalb rechtfertigen zu können.
Der Titel sorgt auch definitiv für anfängliche Verwirrungen. Denn wer denkt bei Helden nicht an Spiderman, Batman, The fantastic Four, Iron Man & Co. Dass es aber in Wirklichkeit um ein Mädchen geht, dass aufgrund ihres eher bemeitleidenswerten Lebens einmal ein Held sein ist eher unerwartet. Außer man liest natürlich den Klappentext bevor man das Buch beginnt. Deshalb ist der Einstieg in das Buch auch eher langsam gelungen. Man merkt aber sofort auf den ersten Seiten, dass es hier nicht um die Helden geht die man sich vorgestellt hat. Worum es allerdings genau geht, ist anfangs noch mit einem dicken Fragezeichen versehen. Anfangs geht es mehr um eine Krankheit. Dieses Thema wird aber schnell überholt von einer verzwickten Liebesgeschichte, welche wich wiederum mischt mit einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung und dem Thema Freundschaft. Alles in einem wirken diese sehr unterschiedlichen Themen sehr gut zusammen. Doch allerdings ist es schade, dass nicht ein genaues Ende angestrebt wird, also das ein Thema besonders heraussticht, sondern das irgendwie von allem ein bisschen passiert. Auch das am Ende alle dieser verschiedenen Themen gut ausgehen wollen ist in meinen Augen reine Utopie und ein Zustand den man so niemals erreichen kann und schon gar nicht innerhalb von 3 Tagen. Das ganze Buch ist wie eine riesige Hyperbel und dann aht Lea auch noch einen besonderen Drang dazu alles zu übertreiben und die Dinge schlimmer erscheinen zu lassen als sie wirklich sind. Andersherum verharmlost sie aber Dinge um die man sich wirklich Sorgen machen sollte.
Lea ist eh ein Charakter aus dem man nicht so richtig schlau wird. Sie distanziert sich total von ihren Problemen und ersetzt sie durch Wunschvorstellungen und Träume. Insofern beschreibt der Klappentext sie sehr gut als Träumerin und in sich zurückgezogen. Doch obwohl Lea fast 16 ist könnte man ihr Verhalten besser einer 10-jährigen zuordnen. Sie handelt und denkt zu kindisch und ihre Ansichten sind doch sehr Naiv und definitiv utopisch. Die Charaktere die Lea in ihrem Leben begleitet haben, haben mir da deutlich besser gefallen. Einmal ist da ihre beste Freundin Pola, die total lustig ist und das Buch eher auflockert. Lenny ist ihr großer Schwarm, bei dem sie einfach nicht einsehen kann das manch eine Liebe nicht ewig hält. Ihre Mutter sorgt immer wieder für verzwickte Situationen. Und dann ist da noch Joe, der tolle neue Junge, der auch schon im Klappentext erwähnt wird, allerdings erst gegen Ende vom Buch auftaucht.
Der Schreibstil konnte mich auch nur teilweise überzeugen. Manchmal ist es echt schwer zu lesen und vor allem Leas ungeordneten Gedanken zu folgen. Dann gibt es aber wieder Stellen die man ganz leicht lesen kann. Trotzdem lässt sich das ganze Buch sehr schnell lesen, vor allem wegen der großen Schrift und den relativ kurzen Kapiteln. Die Idde mit dem Aufbau der Kapitel fand ich übrigens süß. Denn immer wenn Lea etwas zu sagen hat oder kurz ihre Gedanken preisgeben möchte, gibt es ein kurzes eingeschobenes Kapitel, das dann mit halben Kapitelnummern bezeichnet wird (z.B. fünfzehnkommafünf).



Fazit
Es ist mir nie gelungen richtig in das Buch einzusteigen, weshalb ich glaube, dass man sich einfach vollkommen auf die Geschichte einlassen muss. Allerdings war es nicht so, dass ich das Buch besonders schlecht fande, aber eben auch nicht gut. Für mich war es kein Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird, da es die Autorin nihct geschafft hat mich zu fesseln. Darum kann ich auch den Hype, den es gab definitiv nicht nachvollziehen. 


  

 
Bewertung: 1,5/5


 
Vielen lieben Dank an den Heyne fliegt Verlag für dieses rezensionsexemplar ♥

Kommentare:

  1. Ich habe schon sehr verschiedene Meinungen zu dem Buch gehört und möchte mir gerne meine eigene Meinung dazu bilden, auch wenn meine Vorfreude ein wenig geschwächt wurde.
    Liebst, Emme ❤

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  2. Die Meinungen zu dem Buch sind wirklich sehr unterschiedlich, ich persönlich konnte mich auf die Geschichte sehr gut einlassen fand den Schreibstil aber auch an einigen Stellen schwieriger.
    LG Piglet ♥

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    1. Hallo meine Liebe,

      ich hab dir den Kommentierer Award verliehen, schau doch mal vorbei :)
      http://sweetpiglet.blogspot.de/2015/04/piglet-kommentierer-award-danke.html

      LG Piglet ♥

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    2. Daaankeeee :*
      Da sieht man wieder wie unterschiedlich die geschmäcker sind

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  3. Zum Glück bin ich nicht die Einzige, mir hat das Buch auch nicht so wirklich gefallen. Insbesondere das Ende, ich fand das total unlogisch..

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    1. Ja :/ ich bin immer so froh wenn ich jemandne finden dem gehypte Bücher genauso wenig gefallen haben wie mir :)

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