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9. Juli 2015

Rezension - Pandemonium




Titel: Pandemonium
Autor: Lauren Oliver
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Verlag: Carlsen [Oktober 2012]
Seitenanzahl: 352 Seiten
Preis: 17,90 (DE)  *klick*
Reihe: Band 2




Inhalt 

Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe



Meinung

Nachdem Delirium mich ja am Ende doch noch überzeugen konnte, musste ich direkt weiterlesen.
Von außen geht es mir ähnlich wie bei Delirium. Das Cover ist gut gewählt und ebenso der Titel aber schön ist es eigentlich nicht wirklich. Aber es hat etwas was einen immer wieder einen Blick darauf werfen lässt. Und im Regal sieht es definitiv spitze aus.
Leider hat mich der Anfang wieder sehr enttäuscht. Nachdem Delirium sich gegen Ende so verbessert hatte, hatte ich gehofft, dass es genauso spannend weitergeht. Aber das war leider nicht so. Die Geschichte hat genauso stockend begonnen wie Band 1. Außerdem beginnt die Geschichte auch sehr verwirrend. Jedes Kapitel ist namlich unterteilt in "Danach", also nach der Flucht und in "Jetzt", also in der Zukunft. Sich dabei erstmal zurecht zu finden fällt ziemlich schwer. Vor allem erstmaleinzuordnen wo und wann das "Jetzt" genau spielt ist am Anfang ziemlich verwirrend.
Auch wenn man sich dann mit der Zeit auskennt kann einfach keine richtige Spannung aufkommen. Normalerweise sind die Stellen im Jetzt wirklich gut geworden und mit vielen tollen Ideen geschmückt, aber die Stellen im Danach sind total langweilig, es passiert nichts und sie ziehen sich nur. Doch insgesamt schafft es das Buch anfangs nicht richtig Spannung zu erzeugen, da durch den ständigen Wechsel der Zeiten die spannenden Stellen im Jetzt ausgebremst werden. Wenn du Buch in chronologischer Abfolge stattfinden würde, könnte das nicht passieren. Aber dieser Wechsel macht auf jeden Fall neugierig, wie diese beiden inhaltlich komplett unterschiedlichen Stellen zusammengeführt werden. Auch die Charaktere waren hier ziemlich unterschiedliche. Natürlich sind es größtenteils die gleichen, aber Lena ist einfach an allen Stellen so unterschiedlich. Am Ende von Delirium ist sie viel besser als am Anfang. Doch bei Pandeonium ist sie wirklich nervig obwohl das Danach ja direkt an Delirium angrenzt. Im Jetzt dagegen ist sie wie ein vollkommen anderer Mensch. Und mir auch um einiges sympathischer. Die vielen Menschen die sie auf ihrem Weg kennenlernt sind ebenfalls ganz tolle Menschen. Vor allem Julian. Auch wenn ich mich so langsam frage ob es überhaupt noch eine Geschichte gibt, die auf keine Dreiecksbeziehung hinausläuft. Als ob das nicht schon genug wäre, ist alles auch noch wahnsinnig vorhersehbar. Die Momente, die einen eigentlich total überraschen sollen hat man schon vor langem vorhergesehen. Doch dadurch das Lena in beiden Situationen so unterschiedlich ist kann man auch eine klare Entwicklung sehen, die man allerdings nur noch nicht nachvollziehen kann.
Auch der Schreibstil ändert sich im Laufe des Buches.
Am Anfang muss man alles noch sehr genau lesen, weil man auf viele kleine Details achten muss, die nämlich für später noch wichtig sind. Dadurch wird das lesen sehr anstrenend. Doch mit der Zeit wird es immer flüssiger zu lesen. Und da die Geschichte dann auch insgesamt spannender wird, fliegt man nur so durch die Seiten. Deshalb ist es besonders schade, dass der Anfang schon wieder so enttäuschend war.




Fazit 
Das Buch durchlebt eine starke Veränderung. Anfangs ist es leider sehr schwach in jeder Hinsicht. Doch mit der Zeit wird es immer besser und erreicht sogar einen Spannungsgrad den band 1 nie erreichen konnte. Das Buch ist also überraschenderweise mal eine sehr gelungene Fortsetzung. Trotzdem hat es seine Schwächen. Vor allem am Anfang, aber durchgehend wird bei dem Buch die Spannung immer wider unterbrochen und es ist sehr vorhersehbar.
 
  

3,5/5


Amor - Trilogie:
Delirium
Pandemonium
Requiem

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