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10. September 2015

[REZENSION] Endgame - Die Auserwählten





Titel: Endgame - Die Auserwählten
Autor: James Frey
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Verlag: Oetinger [Oktober 2014]
Seitenanzahl: 592 Seiten
Preis: 19,99€ (DE) *klick*
Reihe: Band 1

 





Inhalt 
ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch.

Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird. 


,,Was besagt die Legende denn?
Dass Endgame beginnt, wenn die Menschheit bewiesen hat, dass sie es nicht verdient, menschlich zu sein. Dass sie die Erleuchtung vergeudet hat, die sie uns geschenkt haben. Die Legende besagt außerdem, dass Endgame beginnt, wenn wir die Erde als gegeben hinnehmen, wenn die Bevölkerung zu groß für diesen gesegneten Planeten wird. Es beginnt, um dem, was wir sind, ein Ende zu setzen, um die Ordnung auf der Erde wiederherzustellen. Aus welchem Grund auch immer – was sein wird, wird sein.''
Meinung
Ein Buch, das demjenigen der sein Rätsel löst einen Schatz verspricht! Und dann auch noch dieser anfängliche Hype und die komplett gespaltenen Meinungen, wie ich sie schon lang nicht mehr gesehen habe. Ganz ehrlich, wen macht das nicht neugierig? Mich schon und genau deswegen musste ich es mir kaufen.
Endgame ist ja auch optisch ein wahrer Eye-Catcher und hat dann auch noch diesen tollen Fühleffekt. Es hat irgendwie etwas anziehendes und gleichzeitig macht es wahnsinnige Lust darauf, das Buch endlich zu lesen.

"Bete.
Bete mit aller Kraft, wenn du an Gebete glaubst.
Wir sind die Spieler. Eure Spieler. Wir spielen für euch.
Kommt und spielt mit uns.
Völker der Erde.
Endgame hat begonnen."

Der Einstieg gelingt auch gleich echt gut, denn es wird eine außergewöhnliche Atmosphäre geschaffen, dadurch, dass man bevor die Story richtig losgeht sozusagen eine Einweisung von den geheimnissumwogenen Spielemachern bekommt während der es so wirkt als ob das Buch direkt zum Leser spricht, weil die Perspektive auch genau so gewählt ist. Und mit vielen Ideen wie zum Beispiel dieser ist das komplette Buch gespickt. Schon die Idee allein von der Grundstory her hätte eigentlich gereicht um mich zu beeindrucken. Und wie man sehr schnell merkt ist dieses Buch wahnsinnig detailliert, denn man erkennt gut, dass das Buch auf einem extrem gut durchdachten Konzept beruhen muss. Das Buch wurde mir viele realen Aspekten versetzt, aber genauso auch mit sehr vielen Fantasy-Elementen. Trotzdem schafft es das Buch dem Leser während des Lesens wirklich glaubhaft zu machen dass dies alles wirklich wahr sein könnte, eben weil alles so genau beschrieben ist und sogar logisch und schlüssig klingt.

,,Endgame hat begonnen. Unsere zukunft ist noch ungeschrieben. Unsere zukunft ist deine zukunft. was sein wird, wird sein.''

Außerdem ist Endgame ein sehr spannendes Buch. Ich glaube zwar das man bestimmt noch mehr aus Endgame hätte rausholen können, aber trotzdem war das Maß an Spannung okay. Das Buch war zwar gleich von Beginn ab spannend und machte neugierig auf das Folgende, doch eigentlich blieb die Spannung immer auf dem gleichen Level, es gab also keine wirkliche Steigerung. Bis zum Ende wo man das Buch dann wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann.
Was den Lesefluss auch immer wieder unterbrochen hat waren diese Informationen oder Rätselanhänge die häufig nach den einzelnen Kapiteln kamen. Diese Seiten hatten eigentlich nichts mit der Geschichte zu tun, sondern sollen als Hinweise gelten für alle die versuchen das Rätsel zu lösen. Mal abgesehen davon, dass eh niemand das Rätsel lösen kann waren diese Hinweise für den Leser einfach nur verwirrend und irreführrend.

,,i choose to be the person that i want to be''

Was aber sehr zu dieser ganz besonderen Atmosphäre im Buch beigetragen hat, war der unglaubliche Scheibstil von James Frey. Das Buch ist immer in sehr knappen Sätzen geschrieben und wirkt dadurch abgehackt und mit wenig Gefühl. Genauso wie der Schreibstil selbst sehr kalt und emotionslos ist.
Der Aufbau der Geschichte, also dass das Buch von vielen Personen zusammen erzählt wurde hat mir eigentlich auch gut gefallen. So war es spannender und abwechslungsreicher als wenn wir alles nur aus de Sicht von einer Person erlebt hätten. Trotzdem war es anfangs trotzdem sehr verwirred und man hat als Leser einfach keinen Durchblick, wenn sich 12 verschiedene Personen immer abwechseln. Deshalb kann man zu den Charakteren auch sehr schlecht eine Bindung aufbauen, obwohl man sie eben durch diese Detailgenauigkeit eigentlich ganz gut kennenlernt. Die verschiendenen Personen passen wirklich wie die Faust aufs Auge zur Geschichte und sind perfekt auf die Story abgestimmt. Doch obwohl man die Geschichte von so vielen Personen nach und nach erzählt bekommt entwickelt man trotzdem direkt Sympathien und Antipathien für alle Charaktere. Da Endgame in eine etwas brutalere Richtung geht sind die Charaktere größtenteils genauso. Deswegen habe ich am Anfang eigentlich auch sofort Sarah, eine der Spielerinen ins Herz geschlossen, weil sie im Gegensatz zu den anderen noch normal gewirkt hat...menschlich, mit Gefühlen. Nach und nach gibt es aber auch noch andere Charaktere die sich so entwickeln, dass man sie irgendwann mehr mag als am Anfang. Alle Spieler wurden zu brutalen Killern ausgebildet, die absolut unmschlich wirkten. Aber nach einiger Zeit glaubt man als Leser das niemand so emotionslos sein kann und man beginnt bestimmte Annäherungen unter den Charakteren als Veränderúng und Entwicklung zu sehen. Man denkt man kann die Charaktere jetzt einschätzen und weiß wie sie ticken. Doch dann kommt dieses eiskalte Ende, dass jeden wortwörtlich vom Hocker haut. Als Leser wird man dabei selbst emotional sehr getroffen. Zum einen wegen dem was alles passiert, zum anderen aber auch weil man begreift, dass die Spieler von Endgame genauso eiskalt sind wie das Spiel selbst. Dort sind keine Emotionen und Gefühle zugelassen. Und mal wieder muss man schmerzlich feststellen, dass man sein Herz nicht an Charaktere hängen sollte. Als Leser fühlt man sich wie ein Spieler, aber man selbst ist keiner. Die Teilnehmer von Endgame sind es: eiskalte, brutale, mörderische Spieler und man liegt falsch wenn man denkt man könnte sie verstehen, könnte sie durschauen oder wenn man denkt sie lassen sich von ihren Gefühlen leiten. Denn sie haben keine.
 Endgame ist nicht nur ein Buch. Endgame ist ein Spiel - bei dem es darum geht zu leben - oder zu sterben
- am Ende kann es nur einen geben
DAS IST ENDGAME




Fazit 
Endgame ist ein außergwöhnliches Buch. Es versucht nicht den Leser emotional zu treffen durch viele Gefühle und dergleichen, denn in dem Buch gibt es so etwas nicht. Das Buch ist so genau detailliert und ein unglaublich überdachtes Konzept, dass es richtig real wirkt. Das Buch schafft es den Leser einzulullen und mit seiner Spannung festzuhalten.
Definitiv ein einzigartiges, besonders Leseerlebnis, wenn es auch undurchschaubar, geheimnissvoll und brutal ist.
  

4,5/5

 

Endgame-Trilogie
Band 1 - Endgame - Die Auserwählten (Oktober 2014) 
Band 2 - Endgame - Die Hoffnung (voraussichtlich: 20. Oktober. 2015)
 

Kommentare:

  1. Oh wow, ich hätte nicht gedacht, dass es bei dir so gut abschneidet, habe bisher nur schlechtes gelesen :D Habe es aber auch noch auf dem SuB :/
    Liebst, Lara.

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  2. Ich habe es auch geliebt :)) & im Oktober erscheint Band 02 *.*

    <3

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  3. Schöne Rezension, auch wenn mich damals das Buch nicht ganz so sehr begeistern konnte. Mal schauen wie Band 2 wird :)

    LG Piglet <3

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