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21. Oktober 2015

[REZENSION] Endgame - Die Hoffnung





Titel: Endgame - Die Hoffnung
Autor: James Frey
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Verlag: Oetinger [Oktober 2015]
Seitenanzahl: 592 Seiten
Preis: 19,99€ (DE)  *klick*
Reihe: Band 2

 





Inhalt 
Schlägt Klugheit Kraft? Die Spieler gehen in die nächste Runde!

Zwölf waren auserwählt, aber nur neun haben überlebt. Das gnadenlose Spiel geht weiter. Nachdem Sarah den ersten Schlüssel gefunden hat, ist sie gemeinsam mit Jago nach London geflüchtet. Doch auch dort gibt es kein Entrinnen vor dem Feind, nur knapp entgehen sie einem Anschlag. Jago drängt Sarah, mit ihm nach Peru zu fliegen. Eine folgenschwere Entscheidung, denn Jagos Familie will, dass er Sarah tötet.
Wird Jago sich für Sarah oder für Endgame entscheiden?






Meinung
Endgame hat so viele gespaltene Meinugen hevorgebracht wie es vorher schon lange kein Buch mehr getan hat. Mich konnte Band 1 aber überzeugen, weshalb Band 2 ein absolutes Muss war.
 
,,Alle Größe entspringt der Angst. Wir kämpfen, indem wir sie nutzen, darin liegt unser Sieg.''
 
Schon optisch betrachtet kann das Buch wieder so einiges. Besonders die Schriftzeichen auf dem kompletten Schutzumschlag, die auch diesen tollen Fühl-Effekt hervorrufen, passen zum einen äußerlich zu Band 1, aber machen einem auch Lust auf das Lesen. Wegen dem Cliffhanger am Ende von Band 1 ist das Ende noch sehr präsent und so fällt es einem relativ leicht wieder in die Geschichte einzusteigen. Einzig und allein haben die Personen noch etwas Schwierigkeiten bereitet, denn oftmals wir nur von den jeweiligen Geschlechtern gesprochen und es dauert eine Weile sich wieder zurecht zu finden, welcher Spieler nochmal zu welchem Geschlecht gehörte, doch diese Schwierigkeit hatte ich auch schon bei Band 1. Glücklicherweise ist Endgame mittlerweile so weit, dass die Anzahl der Teilnehmer auf eine überschauliche Menge geschrumpft ist und man so einen besseren Überblick über sie und das Geschehen hat. Außerdem fällt es einem so auch viel leichter ein besseres Verhältnis zu den Charakteren aufzubauen, weil man nun auch viel öfter mitbekommt was einzelne Personen erleben, als es noch bei Band 1 war. So hat man einen besseren Draht zu den Personen gefunden und kann sie und ihr Handeln auch viel besser nachvollziehen. Dadurch haben sich auch schon Favoriten herauskristallisiert mit denen man nun mitfiebern kann. Bei den Charakteren hat mir besonders die Entwicklung gefallen, die jeder einzelene von ihnen durchmacht. Die Denkweise vieler verändert sich und manche Spieler werden auch viel emotionaler. Endgame bleibt zwar brutal, doch verliert durch die nicht mehr ganz so emotionslosen Charaktere etwas von dieser Brutalität. Dadruch wirken die Protagonisten auch gleich viel menschlicher und können einem so besser ans Herz wachsen. Auch in die komplette Handlung kommen nun viel mehr Gefühle, wie z.B Liebe oder auch Schuldgefühle, die in Band 1 nicht wirklich da waren. Doch dadurch verliert die Geschichte auch etwas an Spannung. Es fehlen vor allem die brutalen Kämpfe, die die Geschichte einfach ausmachen. Auch diese direkte Konfrontationen zwischen den Spielerm haben hier viel zu stark gefehlt. Denn dadurch kann es auch erst gar nicht zu irgendwelchen Kämpfen. Dadurch, dass sich die Spieler zurückziehen und jeder sein eigenes Ding macht, kommt sogar gelegentlich Langeweile auf. Auch scheint es so als ob einige das Interesse daran verloren haben für Endgame zu kämpfen. Statdessen könnte man meinen das manche Spieler lieber ihre letzten Tage genießen wollen. Dadurch gibt es auch nicht so ein intensives rätseln um an den zweiten Schlüssel zu kommen, wie es noch in Band 1 der Fall war. Andererseits kann die Handlung wieder durch ihre unerwarteten Wendungen und Überraschungsmomente punkten. Wieder einmal unterschätzt man den Autor gewaltig und wird dann geflasht durch Dinge die nicht nur überraschen passieren, sondern auch unerwartet grausam sind, obwohl man die brutale Art eigentlich schon gewohnt ist.
 
,,Endgame is here. Earth Key has been found. Two keys - and nine Players - remain. The keys must be found, and only one Player can win.''
 
Trotzdem bleibt das Buch etwas ganz besonderes, vor allem durch seinen sehr speziellen Schreibstil. James Frey schafft dadurch eine ganz besondere Atmosphäre in dem Buch, die wirklich unverwechselbar ist. Die kalte und harte Art des Schreibstils passt sehr gut zum Inhalt von dem Buch, auch wenn er anfangs gewöhnungsbedürftig ist und nichts für jedermann oder zart beseitete. Auch die Detailgenauigkeit mit der das Buch geschrieben ist wirklich bewundernswert. Obwohl man wirklich mit Informationen überflutet wird, schafft es das Buch nicht an Spannung zu verlieren. Man merkt auch, dass hinter dem Buch ein wahnsinnig durchdachtes Konzept stecken muss, das aber sehr gut durchdacht ist, weil der Autor es schafft, den Leser nicht all zu sehr zu verwirren und einem die komlexen Verbindungen und Hintergründe in dem Buch nahezubringen, sodass sie trotzdem noch gut verständlich sind, auch wenn man sehr aufmersam lesen muss. Gelegentlich lassen die Rätselseiten in Endgame den Leser manchmal ratlos zurück, obwohl diese Seiten ja nur eine Beihilfe zum Endgame-Rätsel sind. Trotzdem kann man sie nur schwer überfliegen und muss einfach darüber grübeln. Generell passt die Idee mit dem Rätsel wahnsinnig gut zu dem Buch, auch wenn man dabei eindeutig mehr zu rätseln hat, als die Figuren im Buch.
Doch trotz dieser ''Unterbrechungen'' schafft es das Buch einen schönen Spannungsbogen zu schwingen und die Spannung immer steigen zu lassen. Auch wenn es insgesamt weniger mitreißend ausfällt als Band 1, ist diesesmal der Spannungsbogen besser gelungen. Auch das Ende bietet wieder einen nervenaufreibenden Cliffhanger, der definitiv Lust auf mehr macht und den Leser mal wieder ratlos und mit vielen Fragen zurücklässt.
 
,,Glück, Erfüllung, Zufriedenheit, sie alle sind nur ein schöner, aber dünner Schleier, der das Leben bedeckt. Darunter wartet - immer - der Schmerz.


Fazit 
Endgame ist insgesamt etwas weniger spannend, als der Vorgänger. Doch dafür kann das Buch dieses Mal durch eine großartige Entwicklung der Charaktere punkten. Obwohl das Buch seinen brutalen Charater nicht verliert, wird es doch mit einigen emotionaleren Momenten gespickt. Der Autor bleibt seinem einzigartigen Schreibstil treu und schafft es den Leser mit überraschenden Wendungen und detailiierten Beschreibungen zu packen. Fans des ersten Bandes werden Band 2 sicher ebenso mögen wie Band 1.
  

3,5/5
 
Endgame-Trilogie
Band 1 - Endgame - Die Auserwählten (Oktober 2014) 
Band 2 - Endgame - Die Hoffnung (19. Oktober. 2015)
  Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares ♥

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