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29. November 2015

[REZENSION] Nebelsilber






Titel: Nebelsilber
Autor: Tanja Heitmann
Verlag: cbt [23. November 2015]
Seitenanzahl: 400 Seiten
Preis: 16,99€ (DE)  *klick*
Reihe: ---

 





 
Inhalt 

Der Herzschlag, der dich ruft ...
Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.



 
 


Meinung
Ich war so gespannt auf dieses Buch, dass mich schon alleine aufgrund des Anblicks richtig fasziniert. Das Cover ist aber auch wirklich wunderschön gestaltet und ein wahrer Eye-Catcher. Man kann von dem Anblick gar nicht genug bekommen. Vor allem ist das Cover nicht nur ein Hingucker, sondern man kann hier auch sehr gut den Bezug zum Inhalt feststellen. Genauso wie der Titel, der deswegen sehr gut zum Buch passt. Allerdings ist der Klappentext leicht irreführend, denn wenn man das Buch beginnt findet man sich erstmal nicht zurecht. Die Welt und die Umgebung bleibt vorerst noch verschleiert. Darum braucht man eine Weile um die Situation zu durchschauen. Dadurch fällt der Einstieg nicht ganz so leicht. Denn durch die herrschende Atmosphäre weiß man, dass das Buch ein Fantsybuch ist, aber man kann das Geschehen noch nicht richtig zuordnen. Aber sobald man diesen Schritt geschafft hat erwartet einen eine ganz neue, noch nie dagewesene Welt, mit einer Fantasy der neuen Art. Z.B Wesen die noch nie da waren. Besonders interessant ist hier, wie die Autorin bekannte Figuren so verändert, dass sie den Bösewicht der Geschichte spielen. Dadurch baut man gleich viel stärker eine Bindung zu diesem auf. Dieser Bösewicht hat immer solch spektakuläre Auftritte. Hier spielt auch der Nebel, der ja schon im Titel erwähnt wird eine wichtige Rolle. Aufgrund dieser starken Erscheinung des Bösen gehen die anderen Charaktere mit ihrer Persönlichkeit etwas unter. Außer die Protagonisten. Silas hat einen wahnsinnig interessanten Charakter, denn er ist sehr geheimnissvoll und man erfährt recht wenig über ihn aber trotzdem schafft man es eine sehr gute Bindung zu ihm aufzubauen, weil man einfach merkt wie liebevoll er ist. Zu der Hautperson konnte man dagegen nicht so ein gutes Verhältnis aufbauen wie erhofft, da man sich selten mit ihr identifizieren kann weil sie teilweise sehr jung denkt und viele Entscheidungen zu überstürzt trifft. Daneben tauchen viele Nebencharaktere, die aber allesamt nur kurze Zeit auftreten und von denen man sich deshalb schlecht ein Bild machen kann. Trotzdem passen alle Charaktere mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften sehr gut zur Geschichte und man hätte sich eigentlich nur etwas mehr Tiefgang gewünscht. Z.B. auch über die Vergangenheit, von der man kaum etwas mitbekommt.

,,Man konnte gehen, aber die Verbundenheit blieb.''

Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, weil sie damit eine so magische Atmosphäre geschaffen hat die sich durch das ganze Buch zieht. Manchmal war es anstrengend die detaillierten Darstellungen aufmerksam zu lesen. Aber dafür hat diese Detailgenauigkeit dazu geführt, dass man sich das alles sehr gut vorstellen konnte und sehr gut in dieser Welt drin war. Besonders stark wurde dies mit dem Fortlaufen der Geschichte. Denn hier beginnt auch die Handlung immer rasanter zu werden. Trotzdem schweift es nicht ins spannende ab, sondern bleibt in dem mystischen Bereich. Nur die Vorfälle häufen und überschlagen sich und das Buch nähert sich leider viel zu schnell dem Ende. Was nochmal sehr gut war, war das überraschende und ausgearbeitete Ende. Man hatte das Gefühl, dass sich die Autorin wirklich Zeit dafür genommen hat. Hier konnte auch durch gute Ideen gepunktet werden. Allerdings habe ich mich die ganze Zeit etwas zu alt für das Buch gefühlt. Daher würde ich das Buch nur für jüngere Jugendliche weiterempfehlen. Denn die Idee hat eigentlich genug Potential geboten, noch mehr Härte in das Buch einzubauen.




Fazit 
Insgesamt kann man sagen, dass das Buch nicht schlecht war aber, obwohl die Idee wirklich einzigartig war, konnte das Buch nicht so richtig herausstechen. Denn die Geschichte blieb eher flach und es hat die nötige Tiefe gefehlt. Trotzdem gab es viele Ansätze, die wirklich toll waren, wie z.B. einige Charaktere, die eine ganz besondere Wirkung hatten.

 

3/5
 
 
  Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares ♥

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