Seiten

1. Mai 2016

[REZENSION] Carpe diem





Titel: Carpe diem
Autor: Autumn Cornwell
---
Verlag: Carlsen [11.Januar 2008]
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 8,99€ (DE) *klick*
Reihe: ---







Inhalt 
Die 16-jährige Vassar hat alles genau geplant: bester Schulabschluss, Promotion, Hochzeit mit einem Chirurgen (wahlweise Richter), Pulitzerpreis. Schließlich haben ihre Eltern sie nicht umsonst nach einer Eliteuniversität benannt. Warum also um alles in der Welt bestehen sie plötzlich darauf, dass sie ihre verrückte Großmutter in Südostasien besucht, so kurz vor den Prüfungen? Widerstand zwecklos. Ausgerüstet mit zehn Koffern reist Vassar in den Dschungel. Doch schon bald muss sie einsehen, dass selbst ein aufblasbarer Toilettenaufsatz nicht weiterhilft, wenn man ein Familiengeheimnis enthüllen will - oder sich unsterblich verliebt.





Meinung
Einem wahren Kontrollfreak die Kontrolle vollständig zu nehmen und in praktisch ohne Plan in der Wildnis auszusetzen klingt auf jeden Fall nach einer wahnsinnig chaotischen Geschichte, die auch viel Witz verspricht. Auch das Cover verspricht solch eine Story, durch seine verrückte Abbildungen. Ehrlich gesagt, egal wie gut das Cover zum Inhalt passt, wahnsinnig ansprechend finde ich es trotzdem nicht. Allein wegen des Covers hätte ich wohl nie zu diesem Buch gegriffen, aber der Klappentext hat mich dann doch irgendwie angesprochen, weil es auch nach einer sehr leichten Lektüre klingt, die sich gut für zwischendurch eignet.
Und genau so ist das Buch auch. Deshalb lässt es sich auch so unglaublich schnell lesen und ehe man sich versieht hat man das Buch auch schon beendet. Der Schreibstil ist also wirklich sehr gut und angenehm zu lesen. Trotz dieser Leichtigkeit behandelt das Buch aber trotzdem eine  etwas nachdenklichere Thematik. Allerdings verliert das Buch nie seine Leichtigkeit. Deshalb wird dieses nachdenklichere Thema aber keineswegs irgendiwe als lächerlich oder weniger ernst, sondern es wird lediglich auf eine angenehme Art dem Leser dargelegt.
Die ganze Geschichte ist aber auch wahnsinnig überzogen und Ereignisse werden komplett überspitzt dargstellt. Aber genau das erzeugt auch die Leichtigkeit und den Humor in dem Buch. Das Buch brachte mich acuh oft dazu innerlich zu schmunzeln, allerding wurde diese Grenze dann doch nie überschritten, d.h. ich musste leider nie laut loslachen, was ich mir aber schon von der Geschichte erhofft hatte. Ob man diese Überzogenheit nun mag oder es zu viel findet, bleibt jedem selbst überlassen aber ich fand es einfach nur wahnsinnig unterhaltend, wenn Vassar versucht ihre 10(!) Koffer allein am Flughafen zu koordinieren oder wenn sie plötzlich im Dschungel ihre aufblasbare, selbstdesinfizierende Kloschüssel auspackt. Das Buch lebt quasi nach Murphy's law, sprich alles was schiefgehen kann wird auch schiefgehen. Im krassen Gegensatz dazu ist ihre Großmutter. Sie ist eine verrückte Künstlerin, die aber ziemlich normal wirkt im vergleich dazu was Vassar da im Dschungel so fabriziert. Man kann sich also vorstellen, dass wirklich skurrile Situationen entstehen wenn diese eh schon ziemlich unterscheidlichen Personen auf einen Asiaten, names Hank in Cowboystiefeln treffen und dann auch noch das Geheimnis geklärt werden muss, mit was die Großmutter Vassars Eltern erpresst hat sie alleine besuchen zu dürfen. Schaut man sich jetzt allerdings mal das Geheimnis an, das es zu lüften gilt, so ging es zumindest mir so, dass ich mir die Lösung schon dachte, als das Geheimnis zum ersten Mal erwähnt wurde. Doch nicht nur in dieser Hinsicht war das Buch für mich vorhersehbar, sondern auch von der ganzen Geschichte, ihren Wendungen, dem Ende und der Entwicklung der Charaktere her. Gut war auch das es so eine Entwicklung gab, die man auch deutlich sehen konnte und ich fand es auch gut, dass sie sich auch nicht zu arg überzogen geändert hat, sondern in einem sehr realistischen Rahmen. Alles in allem mochte ich die Charaktere aber doch sehr. Zugegeben Vassars Eltern waren etwas arg fürsorglich und zu ihnen konnte man auch keine richtige Bindung aufbauen. Aber von der sbgedrehten Großmutter war ich absolut übberzeugt und auch Vassar wurde mir symphatisch, einfach dadurch dass sie dachte sie könnte ihre westlichen Traditionen einfach so normal irgendwo im Dschungel ausleben. Auch Hank, der im Laufe der Story eine immer wichtigere Rolle einnimmt war mir auch von Anfang an sympathisch. 


Fazit 
Zu ernst sollte man dieses Buch auf keienn Fall nehmen und es handelt sich auch nicht einfach nur um eine leichte Lektüre sondern um eine total skurille, verrückte und wahnsinnig abgespaceten Geschichte. Wer also auf der Suche nach einem wichtigen Inhalt ist sollte ganz klar die Finger davon lassen. Wer aber eine so leichte Geschichte möchte, dass es ihm auch nichts ausmacht, dass die Geschichte total unrealistisch wirkt, dem könnte dieses Buch das ein oder andere Schmunzeln ins Gesicht zaubern.




3,5/5

 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Schön das du hier bist ♥
Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar ♥