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19. Oktober 2016

[REZENSION] Wolf Moon River






Titel: Wolf Moon River 
Autor: Rainer M. Schröder
Verlag: cbj [12. September 2016]
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 16,99€ (DE)  *klick*
Reihe: ---

 





Inhalt 
Patrick wusste, dass es die Hölle wird – der Trip in die kanadische Wildnis mit dem Lover seiner Mutter und dessen Tochter Olivia. Doch wie nah er Himmel oder Hölle tatsächlich kommen würde, konnte der Siebzehnjährige nicht ahnen. Nachdem das Flugzeug abgestürzt, der Pilot tot und die Mutter verletzt ist, bleibt Patrick nichts anderes übrig, als sich mit der verhassten Olivia zu Fuß durch die Wildnis zu schlagen, um Hilfe zu holen. Doch der Weg in die Zivilisation ist weiter und das Wetter katastrophaler als gedacht. Wie gut, dass sie kurz vor dem Aufgeben auf Jack treffen, der mit dem Kanu auf den Stromschnellen des Wolf Moon Rivers gekentert ist. Doch warum hat der gehetzt wirkende Typ eine Schusswunde? Warum spricht er im Schlaf von einer Leiche? Und wird er wirklich verfolgt? Als Patrick merkt, dass sie auf einen Mörder gesetzt haben, ist es so gut wie zu spät ...

 



Meinung
Lesen wollte ich ,,Wolf Moon River'' unbedingt, weil ich schon Liberty 9 von Rainer M. Schröder echt klasse fande und deshalb gespannt auf sein neues Buch war. Außerdem hat mich das Cover sofort angesprochen, weil es etwas Düsteres verspricht und in Verbindung mit dem Klappentext habe ich einiges an Spannung erwartet.
Neugierig startet man schon in das Buch, da man zu Beginn in eine unklare Situation hineingeworfen wird. Eine Leiche und ein Mörder, der von Schuldgefühlen geplagt wird, aber keine Geschichte dazu. Als Leser ist man zu Beginn völlig ahnungslos und weiß nicht was passiert ist, bevor die Geschichte beginnt. Somit beginnt das Buch schonmal richtig gut und der Leser wird neugierig gemacht.
Die Geschichte beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, die nach und nach langsam zusammengeführt werden. Auf der einen Seite haben wir Jack, den Mörder und seine beiden Kumpels die versuchen ihn vor seiner Flucht zu stoppen. Auf der anderen Seite haben wir Olivia und Patrick, die sich absolut nicht leiden können aber bald Geschwister werden sollen und sich nach einem Flugzeugabturz durch die Wälder Kanadas schlagen müssen. Gerade dieser Anfang war noch etwas schleppend, als die Charaktere noch nicht so viel miteinander zu tun hatten und es einfach noch getrennte Geschichten gab. Aber sobald die Handlungsstränge sich angenähert haben wurde die Geschichte viel interessanter.
Es gab natürlich immer einen Handlungsstrang der immer spannender war als der andere. Deshalb war der Mittelteil auch ziemlich durchwachsen. Durch den ständigen Szenenwechsel konnte ich nicht so richtig gefesselt werden. Allerdings muss ich auch sagen, dass es mich auch nicht gelangweilt hat. Ich habe das Buch gelesen und es hat mich unterhalten aber weder großartig positiv oder negativ zurückgelassen.
Das Ende war auch sehr durchwachsen. Gut gefallen hat mir die Wendung am Ende, die mir allerdings etwas gehetzt vorkam. Insgesamt war ich von dem Ende aber dann doch nicht so überzeugt weil das Buch stoppt, wenn es eigentlich interessant wird. Ohne den Epilog würde man denken dass ein Teil des Buches einfach fehlt und nicht dass das das Ende von dem Buch sein soll. Was mich gegen Ende auch wirklich gestört hat, war dass der Klappentext einiges versprochen hat, was aber erst gegen Ende passiert ist. Deshalb hätte sich der Klappentext mehr zurückhalten sollen, da er so doch schon ziemlich viel verrät.
Mit den Charakteren ging es mir größtenteils wie mit der Geschichte an sich. Ich hab keinen der Protagonisten wirklich ins Herz geschlossen, aber wirklich schlimm, sodass man sie gar nicht leiden konnte war es auch nicht. Das große Problem war halt, dass man irgendwie keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen kann und auch die emotionale Komponente bei den Charakteren fehlt sodass man nicht wirklich mit ihnen mitfühlen kann. Vor allem mit dem Jungs-Trio konnte ich am Anfang nicht wirklich was anfangen.
Wovon ich allerdings total begeistert war, war das Setting. Den Kanada ist ein Land in dem bisher nicht viele Bücher spielen. Deshalb war das nicht nur sehr neu sondern auch die Wälder haben die ganze Ausgangssituation echt interessant gemacht. Das Buch ist auch wirklich sehr detailliert und gut recherchiert. Man erfährt sehr viel an Information über die Wälder Kanadas und auch über den Fluss. Allerdings ist es schade dass es den Fluss anscheinend nicht wirklich gibt, weil es einfach wirklich so wirkt, als gäbe es ihn in echt. Detailliert beschrieben war nicht nur das Setting sondern auch die ganzen Informationen die man in dem Buch nebenbei über das Kanu fahren mitbekommt. Diese vielen Informationen waren teilweise wierklich spannend, da ich alle Informationen zu den kanadischen Wäldern echt interessant fande, aber alles was mit den Kanus zu tun hatte war einfach unnötige Nebeninformation für mich, die ich für die Geschichte eigentlich nicht unbedingt gebraucht hätte.   

 


Fazit
Das Buch war eines, das ich wirklich nicht bereue es gelesen zu haben. Allerdings habe ich doch einiges daran zu kritisieren gehabt, weshalb ich abschließend sagen muss, ich hätte nichts verpasst wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Wer gerne Thriller liest und sich für dieses Buch interessiert, der ist vielleicht an der falschen Adresse, aber wer weniger Thriller liest, sich schnell gruselt und ein Thriller-Einsteiger ist, der dürfte hier vollkommen richtig sein.  

 
 
 

3/5
 
  Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares ♥

    

1 Kommentar:

  1. Schade, dass dir das Ende nicht gefallen hat und dadurch das Buch abgebaut hat. Das Problem mit dem Klappentext gibt es ja leider ganz oft :(

    LG Piglet ♥

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